Arnold Schönberg Center, Archiv

Der Tonträgerbestand des Arnold Schönberg Center ist ab Mai 2022 durch eine Audiodatenbank zugänglich, die neben der Recherchemöglichkeit auch Ausschnitte der enthaltenen Aufnahmen hörbar macht.

Als 1994 Wayne Shoafs "The Schoenberg discography" mit gut 260 Seiten im Druck erschien, mutmaßte Leonard Stein, Direktor des Arnold Schoenberg Institute, die nächste Auflage würde den Umfang eines Telefonbuchs einnehmen. Tatsächlich erfolgten künftige Aktualisierungen online, in einer vorbildlich aufbereiteten Website, deren technischer Stand allerdings im 20. Jahrhundert verbleiben musste. Als das Arnold Schönberg Center die Diskographie von Shoaf – ehemaliger Archivar des Institute – übernahm, wurden zwar weiter Ankäufe getätigt, die Katalogisierung auf Grundlage des alten Systems konnte jedoch nicht mehr fortgeführt werden. Mit Hilfe eines Informatikers gelang es schließlich, sämtliche Einträge der »alten« Diskographie in eine moderne Datenbank zu überführen. An die Bereinigung der Daten schlossen sich Import und Verknüpfung sämtlicher CDs mit Aufnahmen von Werken Arnold Schönbergs an – der gesamte Bestand inklusive Neuzugänge ist mittlerweile vollständig durchsuchbar und in Ausschnitten auch hörbar.
Im Zentrum der Datenbank stehen die Aufnahmen (Recordings). Jeder Aufnahme eines Werkes von Arnold Schönberg ist ein eigener Eintrag zugeordnet. Dieser führt wiederum zu einem oder mehreren, meist kommerziellen Tonträgern (Records), auf denen die Aufnahmen zu hören sind. Eine Kombination aus Volltext und Schlagwortsuche ermöglicht die Recherche nach Interpreten, Werken Arnold Schönbergs, anderen enthaltenen Komponisten wie auch nach Tonträger-Labels. Aufgrund der komplexen Übertragung des ursprünglichen HTML-Dokuments in die aktuelle Datenbankstruktur gibt es noch einige Unebenheiten – lassen Sie sich davon jedoch nicht abhalten, bereits jetzt in der umfangreichen Schönberg-Diskographie zu stöbern!