Anlässlich der 100. Wiederkehr von Arnold Schönbergs Geburtstag (* 13. September 1874) wurde der Komponist in Wien mit einer Reihe von Aktivitäten gefeiert. Im Auftrag der Stadt Wien gestaltete der österreichische Künstler Fritz Wotruba ein Grabmal für Schönberg am Zentralfriedhof.

»Es ist für mich als ob die Sonne ausgegangen wäre.« Mit diesen Worten schließt ein Kondolenzschreiben von René Leibowitz an die Witwe des am 13. Juli 1951 verstorbenen Komponisten Arnold Schönberg. Unter den Telegrammen und Briefen, die Gertrud Schönberg als Ausdruck des Trostes und der Ehrerbietung erhielt, stellen wir zum 70. Gedenktag einige ausgewählte Dokumente vor.

Das bildnerische Œuvre Arnold Schönbergs umfasst ca. 350 Werknummern. Eine Mehrzahl der Gemälde, Zeichnungen und Designs entstand in den Jahren 1906 bis 1911 in Wien: Selbstportraits, Portraits, Eindrücke und Fantasien, Karikaturen, Naturstücke sowie Studien und Figurinen zu Bühnenwerken.

Das sogenannte »Mattsee-Ereignis« vom Frühsommer 1921 gilt gemeinhin als zentrale antisemitische Erfahrung Arnold Schönbergs und wurde in der Forschung als Initiale für dessen Fokussierung bzw. Rückbesinnung auf seine jüdische Identität gedeutet.

Nach drei erfolgreichen Komponierwerkstätten, die das große kompositorische Potential junger Menschen gezeigt haben, lädt das Arnold Schönberg Center in Zusammenarbeit mit Helmut Schmidinger, Komponist und Gastprofessor für Kompositionspädagogik an der Kunstuniversität Graz (KUG), erneut sechs junge Komponist:innen zwischen 12 und 18 Jahren nach Wien ein. Die 4. Komponierwerkstatt widmet sich der Besetzung Bläserquartett und Klavier.

Anlässlich unser Online-Ausstellung »100 Jahre Mattsee-Ereignis. Arnold Schönberg und der Sommerfrischen-Antisemitismus im Salzkammergut« haben wir die zugehörigen Zeitungsausschnitte in die Bibliotheksdatenbank integriert.

Zwischen 29. Dezember 1936 und 8. Januar 1937 realisierte das Kolisch Quartett eine Gesamtaufnahme der Streichquartette Schönbergs. Zum Selbstkostenpreis konnten ausgewählte Personen, darunter Jascha Heifetz und George Gershwin, eines von 25 Sets mit je 23 Schallplatten erwerben. Am 14. März überträgt das Arnold Schönberg Center das 4. Streichquartett op. 37 mit Digitalisaten von Tonträgern aus der eigenen Sammlung.

Die Pandemie hat unser Kulturerleben nachhaltig verändert. Online-Veranstaltungen wurden zu einer verlässlichen, weithin akzeptierten Alternative für die Konzerthäuser. Die digitalen Angebote können aber weder Publikum noch Interpret:innen das Live-Erlebnis ersetzen.

Das Journal of the Arnold Schönberg Center präsentiert ausgewählte Referate des im Oktober 2019 am Arnold Schönberg Center in Wien veranstalteten Symposiums. Einen Schwerpunkt bildete ein eintägiger Roundtable zum Skizzieren bei Arnold Schönberg, Anton Webern und Alban Berg auf der Schwelle zur Atonalität sowie während des Übergangs zum zwölftönigen Komponieren.